Die Werkstatt 2018-04-10T13:08:36+00:00
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„Wir haben die Pflicht, die Geschichte umzuschreiben.“

Compass GmbH – Gesellschaft für Integration und Teilhabe

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Das Backsteingebäude auf der Nordbahnstraße 17 befindet sich an der Grenze zwischen Wedding und Pankow im Norden von Berlin. Es liegt direkt am Flüsschen Panke, das im Umland entspringt und in die Spree fließt.

Seit dem 19 Jahrhundert bis in die 1990er war der Bau eine Fahnenfabrik mit langer und teils dunkler Vergangenheit. Zur Zeit des „Dritten Reiches“ wurden hier die Judensterne, eines der auffälligsten Mittel zur Stigmatisierung der damaligen Juden_innen, hergestellt.

Gegenüber, entlang der S-Bahnstrecke, stand von 1961-1989 die Berliner Mauer. Sie teilte über viele Jahre den Westteil (Wedding) vom damaligen Ostteil (Pankow) der Stadt. Ca. 300 m von dort befindet sich der S-Bahnhof Wollankstraße. 1962 wurde dort ein Tunnel gebaut, um die Flucht vor dem DDR-Regime zu ermöglichen. Dieser brach jedoch bei der Fertigstellung ein.

Dass das Gebäude heute für ein Inklusionsprojekt genutzt wird, stellt eine positive Wendung in der Geschichte des Gebäudes dar. Vielfalt, Toleranz und gegenseitige Unterstützung sind hier heutzutage gelebte Werte. Wir, die mit Teilnehmer_innnen arbeiten, die täglich Ausgrenzung erfahren, sind hochgradig sensibilisiert für gesellschaftliche und politische Entwicklungen in diesem Land. Überflüssig zu erwähnen, dass jede Art von Rassismus oder Stigmatisierung in unserer Werkstatt nicht geduldet wird.

Seit dem 01. März 2013 betreiben folgende Gesellschafter die Compass Werkstatt.

  • Albatros gGmbH mit Geschäftssitz in Reinickendorf
  • KBS e.V. mit Geschäftssitz in Mitte
  • Platane 19 e.V. mit Geschäftssitz in Charlottenburg-Wilmersdorf
  • PrenzlKomm gGmbH mit Sitz in Pankow/Weissensee/Prenzlauer Berg